Archiv der Kategorie 'Termine'

Proteste gegen die Pegida-Kundgebung in Aachen am 13.12.

Dokumentation eines Aufrufs auf Indymedia-Linksunten

Für Sonntag, den 13. Dezember 2015 rufen Neonazis aus Belgien, Deutschland und den Niederlanden zu einer gemeinsamen Demonstration in Aachen auf.
Mit diesem Aufmarsch versuchen rechte Kräfte einen spektrenübergreifenden Schulterschluss in der Grenzregion zu vollziehen. Den mit großen Startproblemen kämpfenden Pegida-Gruppierungen Pegida Nederland sowie den beiden belgischen Ablegern Vlaanderen und Wallonie soll mithilfe der fortgeschrittenen Mobilisierungskraft deutscher Neonazis weitere Starthilfe gegeben werden.

Wir stellen uns dieser Grenzübergreifenden Hetzveranstaltung mit Beteiligung von Neonazis und Rechten aller Couleur entgegen und rufen zu Antifaschistischem Widerstand auf! Am 13.12. keine rassistische Hetze auf Aachens Straßen – Pegida blockieren!

Vorläufiger Treffpunkt: 10 Uhr – Aachen Westbahnhof.

Was zu erwarten ist
Im Internet wird die Veranstaltung der Rechten für 14 Uhr auf dem Bendplatz angekündigt. Der Bendplatz ist einer der größten Plätze im Stadtgebiet und wird aktuell von der privaten Event-Firma des Eurogress verwaltet. In online ausgetragenen Diskussionen darüber, weshalb ausgerechnet der wohl für eine Demo unattraktivste Platz der Stadt gewählt wurde, ließen mitunter federführende Neonazis durchblicken, dass die Gründe darin liegen dürften, dass der Platz am einfachsten abgeriegelt und die Veranstaltung dort am ehesten störungsfrei durchgeführt werden könne. Es ist derzeit noch fraglich ob die Rechten tatsächlich den Bendplatz für ihre verbale Brandstiftung bekommen werden.

Während deutschlandweit jede Woche Neonazis zu hunderten bei den Pegida-Demos aufmarschieren, hat der Ableger Pegida Nederland noch mit erheblichen Startschwierigkeiten zu kämpfen. So pendelten sich die Teilnehmer*innenzahlen bei den jüngsten Aufmärschen in Utrecht und Rotterdam jeweils im mittleren zweistelligen Bereich ein.
Und auch in Belgien tut sich die organisierte Rechte schwer, wenn es darum geht an die aus Deutschland kommende „Pegida-Welle“ anzuknüpfen, so endeten bisher angekündigte Aktivitäten entweder im Desaster oder wurden bereits im Vorfeld wieder abgesagt, wenngleich auch Belgien einen deutlichen Rechtsruck verspürt.

Zu Pegida NRW
Pegida fungiert seit einem Jahr als eine Art Sammelbecken für rassistische Scharfmacher*innen aller Art. Während sich in der Pegida-Ursprungsstadt Dresden eine starke Mobilisierungskraft in der Teilnehmer*innenzahl wiederspiegelt, die kontinuierlich in die Tausende geht, ist in Nordrhein-Westfalen zu beobachten, dass die Teilnehmer*innen solcher Aufmärsche zu großen Teilen aus dem Umfeld von Parteien und Gruppierungen kommen, die sich in der Vergangenheit eher mieden. Ausserdem ist in NRW eine deutlich geringere Mobilisierungskraft zu verzeichnen.
Bei den jeden Montag stattfindenden Aufmärschen in Duisburg kommen mittlerweile regelmäßig mehrere hundert Rechte zusammen, um spektrenübergreifend gegen Geflüchtete zu hetzen.
Auch in der Aachener Region – genauer in Linnich im Kreis Düren – demonstrierten im November zeitweise bis zu 200 Rechte gegen eine neue Unterkunft für Geflüchtete. Beteiligt waren hierbei unter anderem Akteur*innen von „Hogesa“, der NPD, Mitglieder der verbotenen „Kameradschaft Aachener Land“ (heute fortgeführt in der Partei „Die Rechte“) und „proNRW“.

Basierend auf einer gesellschaftlichen Stimmung, die von etablierten Parteien durch Asylrechtsverschärfungen und von der AfD durch rassistische Stimmungsmache schonungslos weiter angeheizt wird, gelingt es Pegida zunehmend die rassistischen, rechtspopulistischen und nationalistischen Strömungen zu vereinen und einander anzunähern. Dieses bundesweit erkennbare Phänomen steht unverkennbar in direktem Zusammenhang mit einem massiven Anstieg von rechtsterroristischen Anschlägen auf Geflüchtete und ihre Unterkünfte im Jahr 2015.
Es ist höchste Zeit den neonazistischen Höhenflug zu beenden und jeden Versuch von rechter Stimmungsmache im Keim zu ersticken!

Warum Aachen?
Dass die Wahl auf die Grenzstadt Aachen gefallen ist, dürfte aufgrund der geographischen Lage kaum überraschen. Zudem gilt die Naziszene in der Stadt seit Jahren als eine der aktivsten in NRW, die allerdings mit dem jährlichen Aufmarsch in Stolberg eine wichtige Symbol-Veranstaltung verlor, zu der über Jahre bundesweit und international Neonazis anreisten, teilweise bis zu 800. Die Schlagzeilen über faschistische Angriff auf vermeintliche Gegner*innen in Aachen sind unzählbar.
Neonazis und Hools aus der Region beteiligen sich aktuell regelmäßig an den Pegida-Demos in Duisburg.

Durch den Pegida-Aufmarsch erhofft sich die regionale Nazi-Szene ein weiteres Erstarken und weiteren Zulauf.
Lasst uns das gemeinsam unmöglich machen! Pegida blockieren – Nazi-Demo zum Desaster machen!
Vorläufiger Treffpunkt: 10 Uhr Aachen Westbahnhof.

Informiert Euch regelmäßig über aktuelle Infos, da sich Ort und Zeit noch ändern können. Das kann zum Beispiel hier getan werden:
http://akantifaac.blogsport.de
http://az-aachen.de
twitter.com/azaachen

Veranstaltungsankündigung – Umgang mit Internet, Sicherheit und Repression

Wir möchten eine Vortragsreihe zu den Themen Internet, Umgang mit Repression, Facebook, und den Umgang mit Sicherheitstools wie PGP und Jabber ankündigen. Alle weiteren Infos findet ihr auf dem Flyer.

Keine Filmvorführungen im April

Hallo Leute, im April wird es im Infoladen Aachen keine Filmvorführungen geben, dafür gehen wir im Mai mit einem spannenden neuen Programm an den Start.

Öffnungszeit Donnerstag

Die Öffnungszeiten an den nächsten beiden Donnerstagen, dem 25.12. und 1.1. entfallen!

Nächste Filmtermine im Infoladen

!! UPDATE: Achtung, der Flyer wurde aktualisiert

Der nächste Film ist die Doku zu den Zapatistas am 18.1.

Hier ein Hinweis auf die nächsten Filmtermine im Infoladen:

Veranstaltungstriologie Blickpunkt Kurdistan

Am 28.11., 5.12., und 12.12. findet in Aachen eine Veranstaltungsreihe zum Thema Kurdistan statt. Alle weiteren Infos findet ihr auf den Flyern.

Ab jetzt jeden dritten Sonntag im Monat Kino im Infoladen

Von nun an wird es jeden dritten Sonntag im Monat ab 17h Film, Kaffee und Kuchen im
Infoladen geben. Diesen Sonntag (19.10) wird eine Doku über soziale Proteste weltweit gezeigt

Kommt vorbei und bringt Freunde mit.

DISKURSIV LÄD ZUR LESUNG “MESSAGE IN A BOTTLE” AM 25.07. IM INFOLADEN

Flyer

Stellungnahme des AZ Aachen zu Nazi-Angriffen vom 4. Juli

Hier die Stellungnahme des Autonomen Zentrum Aachen zu den Nazi-Angriffen vom 4. Juli:

Am Freitag, 4. Juli 2014 kam es in Aachen zum wiederholten Male zu gewalttätigen Übergriffen auf Antifaschist*innen und Besucher*innen der Kneipe „Promenadeneck“ in der Promenadenstraße durch Neonazis und rechte Hooligans. Nach dem Fussball-Spiel der deutschen Nationalmannschaft der Männer gegen Frankreich, sammelte sich ab etwa 20.30 Uhr vor der einschlägig bekannten rechten Hooligankneipe „Fiasko“ am Synagogenplatz eine Gruppe von bis zu 70 meist männlichen Personen, die mit Transparenten und Pyrotechnik ihre Verbundenheit mit einem Hooligan und Neonazi zeigten, der nach einem Unfall schwerverletzt im Krankenhaus liegt.

Die Personengruppe bestand größtenteils aus rechten Hooligans und Neonazis, unter anderem beteiligten sich zahlreiche Neonazis aus dem Umfeld der Fanszene von Alemannia Aachen und befreundete Hooligans aus dem Umfeld des niederländischen Fussballvereins Roda JC Kerkrade.

Die Neonazis posierten am Synagogenplatz mit einem Transparent für den verletzten „Kameraden“ mit der Aufschrift „Kämpfen Stefan! Wenn du fällst sind wir bei dir!“ und zündeten Pyrotechnik, dabei zeigten ein Mitglied der rechtsoffenen Fangruppe „Karlsbande“ im Deutschland-Trikot und weitere Personen unter den Augen der zu diesem Zeitpunkt bereits anwesenden Polizei den Hitlergruß, zudem wurde eine Reichskriegsflagge geschwenkt.

Obwohl an der Synagoge wegen zahlreicher Angriffe und Farb-Attacken in der Vergangenheit neben permanenter Videoüberwachung fast die meiste Zeit eine Polizeistreife vor Ort ist, sahen die anwesenden Beamt*innen dem Treiben nur etwa 20 Meter von der Synagoge entfernt offenbar tatenlos zu.

Als ein Antifaschist den Platz überquerte und die Polizeibeamt*innen vergebens auf das Zeigen des Hitlergrußes aufmerksam machte, wurde dieser unvermittelt aus der Gruppe heraus angegriffen. Der Antifaschist versuchte sich daraufhin in die Promenadenstraße zu flüchten und wurde kurz vor der Kneipe „Promenadeneck“ von den Verfolger*innen eingeholt erneut attackiert. Im Promenadeneck herrschte zu diesem Zeitpunkt normaler Kneipenbetrieb und etwa 20 Personen waren anwesend.

Wenige Augenblicke später wurde das Promenadeneck, sowie die dort anwesenden Gäste von mindestens 50-60 Rechten attackiert. In den darauf folgenden Auseinandersetzungen erlitten einige Besucher*innen des Promenadenecks körperliche Verletzungen, unter anderem gab es eine Platzwunde am Kopf, ein Sehnenriss und weitere Verletzungen. Zudem ging durch fliegende Flaschen und weitere von den Angreifer*innen geworfene Gegenstände eine Scheibe zu Bruch.
Erst nach mehr als 15 Minuten erschienen am Promenadeneck Polizeibeamte woraufhin die Angreifer*innen sich unbehelligt ins Fiasko zurückziehen konnten.
Bis auf das Fotografieren einer Reichskriegsflagge ist uns kein weiteres Vorgehen der Polizei gegen die Neonazis bekannt.

Bereits im November wurde eine antirassistische Demonstration in Aachen unter „Drecksjuden“-Rufen von Hooligans aus dem Fiasko heraus angegriffen.

Während die Aachener Justiz Antifaschist*innen mit Repression überschüttet und beispielsweise gegen Gäste des Autonomen Zentrums ermittelt, die sich einem Nazi-Angriff im Januar entgegenstellten, lässt sie die rechten Strukturen weiter gewähren und sprießen.

Wir lassen uns nicht von Neonazis einschüchtern und werden weiterhin mit allen Mitteln gegen Neonazis und Nationalismus vorgehen!

Autonomes Zentrum Aachen, 6. Juli 2014

Veranstaltung: Vom Ghetto in die Wälder

Am 27.06. um 19:00 wird ein Vortrag im Infoladen gehalten. Hier der Ankündigungstext:

Vom Ghetto in die Wälder
Jüdischer Widerstand gegen Nationalsozialismus und deutsche Besatzung

Bei dem Vortrag wollen wir einen Überblick vermitteln über jüdischen Widerstand gegen Nationalsozialismus und deutsche Besatzung. Dabei wird es vor allem um Orte gehen, die im heutigen Polen und Litauen liegen, weil sich dort die meisten Ghettos und Vernichtungslager befanden. Wir wollen etwas über die Kämpfe in den Ghettos von Vilnius, Białystok und Warschau erzählen, sowie an den erfolgreichen Aufstand im Vernichtungslager Sobibór erinnern. Außerdem wird es um »spirituellen Widerstand« und den Kampf der Partisan_innen in den Wäldern gehen. Anschließend verlieren wir noch einige Worte zu jüdischer Rache an Nazis nach 1945.
Wir werden den Vortrag mit kurzen Filmausschnitten und Partisan_innen-Liedern ergänzen. Es wird am Anfang und am Ende Raum für den Austausch unter den Teilnehmer_innen geben. Anschließend ist noch Zeit für Diskussion. Der Vortrag findet in deutscher Lautsprache statt und wird circa 60 bis 90 Minuten dauern. Die Räume sind rauchfrei.

Freitag, 27. Juni 2014 | Einlass 18:30 Uhr | Beginn 19 Uhr